|
Chronische Wunden können sich in Folge einer Grunderkrankung entwickeln wie z.B. Diabetes, venöse oder arterielle Insuffizienz. Diese Wunden zeigen trotz sachgerechter, lokaler Behandlung innerhalb von sechs Wochen keine eindeutige Heilungstendenz und stellen ein erhebliches, klinisches Problem dar. Je nach Ursache unterscheidet man zwischen Ulcus cruris, Diabetisches Fussulcus, Dekubitus und Tumorwunden. Ursächlich sind Störungen der Haut aufgrund von Durchblutungs- oder Stoffwechselstörungen (Ulcus cruris, diabetisches Fusssyndrom), permanent einwirkendem Druck (Dekubitus) oder systemischen Erkrankungen (ulcerierende Tumore). Die normale Wundheilung wird gehemmt oder bleibt sogar ganz aus. Daher ist es wichtig, den Patienten in seiner Gesamtheit zu betrachten und vor der eigentlichen Untersuchung der Wunde die zugrundliegenden Ursachen und patientenbezogenen Bedürfnisse sorgfältig zu erfassen.
Die Wundheilung verläuft in drei sich überschneidenden Phasen, der Reinigungs- oder Exsudationsphase, der Granulations- oder Proliferationsphase und der Epithelisierungsphase.
Bei der Behandlung eines Dekubitus stehen die Druckentlastung und eine Gewährleistung einer funktionierenden Mikrozirkulation im Vordergrund. Der Verlust an Sensibilität und eine mangelnde Gewerbeversorgung sowie Fussdeformationen führen zu einem diabetischen Fusssyndrom. Die daraus resultierende Wunde ist ein diabetisches Fussulcus. Das Ulcus cruris bildet sich aufgrund einer Durchblutungsstörung am Unterschenkel. Diese tritt als chronisch venöse Insuffizienz (CVI), periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) oder in gemischter Form auf. |
|
|
|