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Basisinformationen 

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Das Rückenmark

Das Rückenmark ist Teil des zentralen Nervensystems (ZNS). Gemeinsam mit dem Gehirn steuert es alle Bewegungen und Funktionen des Körpers. Das Rückenmark ist das lebenswichtige Bindeglied zwischen Gehirn und Körper. Wenn es beschädigt ist, können Wahrnehmung und Bewegungssteuerung beeinträchtigt oder ausgeschaltet werden.

Das Rückenmark wird von den Knochen der Wirbelsäule schützend umgeben, und zusätzlich wirkt die zwischen ihnen liegende Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor) wie ein Stossdämpfer. An zahlreichen Stellen treten Nerven aus dem Rückenmark und dem Wirbelkanal aus bzw. in diese ein, um die Verbindung zu allen Körperregionen zu gewährleisten.

 

 

Rückenmarksverletzung und Querschnittlähmung

Unter Rückenmarksverletzungen werden alle Schädigungen des Rückenmarks zusammengefasst. Die meisten Rückenmarksverletzungen rufen bleibende Schäden wie Gefühlstaubheit oder Unbeweglichkeit in Körperregionen unterhalb der Verletzung hervor (Querschnittlähmung). Der Grad der Funktionseinschränkung hängt davon ab, wie schwer die Verletzung ist und in welcher Höhe des Rückenmarkes sie liegt.

Querschnittlähmungen werden in vier Kategorien unterteilt:

  • Vollständige Verletzung: keinerlei Bewegungssteuerung oder Gefühlswahrnehmung unterhalb der neurologischen Verletzungshöhe.
  • Unvollständige Verletzung: Nervenfunktion unterhalb der neurologischen Verletzungshöhe ist noch teilweise vorhanden.
  • Tetraplegie: Lähmung der meisten Körperregionen einschliesslich aller vier Gliedmassen.
  • Paraplegie: vollständige oder unvollständige Lähmung der Beine und eventuell auch des Rumpfes, nicht jedoch der Arme.

Wie häufig sind Rückenmarksverletzungen und Querschnittlähmungen?

Zur Häufigkeit von Querschnittlähmungen liegt nicht viel Zahlenmaterial vor. Allein in Deutschland leben jedoch rund 100.000 Menschen mit Querschnittlähmung, und jedes Jahr kommen 1.000 bis 1.500 hinzu. Die meisten Rückenmarksverletzungen ziehen sich junge Menschen bei Verkehrsunfällen, Stürzen oder durch Gewalteinwirkung zu.

 

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