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Behandlungsmethoden 

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Multiple Sklerose – Therapie

Um die Blasenfunktion wieder besser kontrollieren zu können, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, zum Beispiel:

  • Umstellung von Lebensgewohnheiten
  • Beckenbodentraining
  • Blasentraining
  • Medikation
  • Operationen
  • Katheter
  • Aufsaugende Produkte wie Einlage, Vorlage oder Kondom-Urinal

Umstellung von Lebensgewohnheiten
In manchen Fällen lassen sich die Probleme einfach durch Umstellung einiger Lebensgewohnheiten lösen, beispielsweise bei der Ernährung und Flüssigkeitsaufnahme.

Beckenboden- oder Kegeltraining
Diese Übungen stärken die Muskeln des Beckenbodens, die die Blase stützen und verschließen (Schließmuskeln). Hierzu werden zwei Übungen empfohlen:

  1. Beckenbodenmuskeln langsam anspannen und heben; fünf Sekunden halten.
  2. Beckenbodenmuskeln im raschen Wechsel anspannen und entspannen.

Sie müssen diese Übungen regelmäßig machen, und es kann einige Monate dauern, bevor eine spürbare Verbesserung eintritt. Frauen können für das Beckenbodentraining auch zusätzliche Gewichte in die Scheide einführen.

Blasentraining

Beim Blasentraining wird das Ziel verfolgt, die Blase langsam zu weiten, sodass sie immer größere Mengen Urin halten kann und schließlich der Zeitraum zwischen zwei Mal Wasserlassen auf 3–4 Stunden verlängert wird. Die Technik besteht darin, in festgelegten, immer größeren Zeitabständen Wasser zu lassen. Hierfür ist große Willenskraft erforderlich, und der Erfolg ist am größten, wenn die Symptome nur schwach ausgeprägt sind.

Medikation

Medikamente werden gegen jede Form der Inkontinenz verschrieben, am wirksamsten sind sie jedoch bei Dranginkontinenz, insbesondere in Kombination mit Beckenboden- und Blasentraining. Es gibt Medikamente wie Anticholinergika, Alphablocker, 5-alpha-Reduktasehemmer, das Antidepressivum Imipramin sowie Antibiotika. Belastungsinkontinenz wird in der Regel ohne Medikamente behandelt.

Operation

Zur Behandlung von Störungen der Blasenfunktion stehen auch unterschiedliche chirurgische Verfahren zur Verfügung. Ob operiert werden soll und wenn ja, wie, richtet sich nach der Art und Ursache der Inkontinenz. Einige der möglichen Operationsverfahren:

  • Implantation eines künstlichen Schließmuskels
  • Einlegen einer Schlinge
  • Anlegen einer Harnableitung: Aus einem kleinen Darmabschnitt wird ein Reservoir geschaffen, in dem der Urin gesammelt wird. Dann wird der Urin durch ein Stoma (eine künstliche Öffnung) in der unteren Bauchregion durch einen Katheter oder in einen Auffangbeutel abgeleitet.

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