
Was ist Multiple Sklerose?Multiple Sklerose ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, also des Gehirnes und des Rückenmarkes.
Das zentrale Nervensystem steuert das Verhalten und sämtliche Bewegungen. Es besteht aus Nervenfasern, die Signale und Botschaften vom Gehirn und Rückenmark in alle Körperregionen übermitteln und umgekehrt. Die Nervenfasern sind von einer Schutzschicht aus Myelin umhüllt, die die Fasern isoliert und dafür sorgt, dass die Signale, die sie übermitteln, die Nervenimpulse, schnell und fehlerfrei übertragen werden.
Bei Menschen mit Multipler Sklerose ist diese Myelin- oder Markscheide beschädigt oder abgestorben. Dadurch wird die Signalübertragung der betroffenen Nerven unterbrochen, und das kann wiederum zahlreiche Körperfunktionen beeinträchtigen.
„Sklerose“ bedeutet Vernarbung, und „multipel“ bezieht sich darauf, dass diese Vernarbung an vielen Stellen im Gehirn und Rückenmark gleichzeitig auftreten kann.
In Europa und Nordamerika leidet einer von 800 Menschen an Multipler Sklerose, die damit die häufigste Ursache für neurologisch bedingte Behinderungen bei jungen Erwachsenen darstellt. Die ersten Symptome treten typischerweise im Alter von 20 bis 40 Jahren auf. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.
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